Wildpark Lüneburger Heide
Am Wildpark
21271 Hanstedt-Nindorf
Tel.: 0 41 84 - 89 39 -0
http://www.wild-park.de/
Der Mai ist gekommen, die Sonne zeigt ihr lachendes Gesicht und alle schwärmen aus in die Natur! An der A7 kurz hinter Hamburg, Ausfahrt Garlstorf, liegt nach etwa zwei Kilometern Fahrt der Wildpark Lüneburger Heide. Dort können Tierfreunde und Naturliebhaber was erleben: Bären bewundern, mit Ziegen schmusen oder die Wölfe heulen hören.
Im Wildpark leben über 1200 Tiere aus aller Welt auf einem etwa 60 Hektar großen Gelände. Dazu gehören Ronja und Alex, die beiden Sibirischen Tiger. Sie sorgen seit mehr als einem Jahr immer wieder für Begeisterung bei den Besuchern. Die geschmeidigen Raubkatzen fühlen sich sehr wohl in ihrem großzügig angelegten Gehege und verstehen sich prächtig. Auch Susi und Teddy, die imposanten Braunbären sind putzmunter. Sie haben ihre Wintersmüdigkeit längst abgelegt und tollen durchs Gehege.
Der Wildpark bietet seinen Besuchern spannende t ä g l i c h e Veranstaltungen wie die Greifvogelshow, den Tigervortrag, die Fischotterfütterung oder den Wolfsvortrag. Sehr beliebt bei den ganz kleinen Besuchern ist der Streichelzoo mit vielen Ziegen zum Füttern und Schmusen.
Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt in einem Restaurant mit ausreichend Innensitzplätzen, großer Sonnenterrasse und einer reichhaltigen Küche oder der „Elchlodge“ einem gemütlichen Wirtshaus im kanadischen Blockhausstil.
Wer die vielen Eindrücke erst mal verarbeiten möchte und sich zwischendurch so richtig austoben will, kann dies auf dem Abenteuerspielplatz tun. Im Sommer, wenn die Sonne nicht nur den Vierbeinern auf den Pelz brennt, gibt es die nötige Abkühlung auf einem erfrischenden Wasserspielplatz. Der Wildpark Lüneburger Heide ist ein tolles Ausflugziel und wer sich dort auf die Pirsch begibt, verbringt einen spannenden, erlebnisreichen Tag mit der ganzen Familie!
Schwarz und weiß macht Tigerschecke
Verschlafen blinzelt „Perle“ in die tief stehende Morgensonne. Ihr hauptsächlich noch schwarzes, struppiges Fell wärmt sich schnell auf. Das gerade einmal hüfthohe Ponyfohlen scheint die ersten wärmenden Fru¨hlings-Sonnenstrahlen zu genießen.
„Perles“ Vater „Flash“, der einzige Hengst in der Herde, und Mutter „Biene“ sind dagegen ein wenig unruhig, Tierpflegerin Silke ist heute spät dran mit der morgendlichen Ration Futter. „Perle“ macht es sich inzwischen gemütlich, legt sich aufs frische Gras und döst ein wenig. Im Schein der Sonne sieht man schon das weiße Fell unter dem schwarzen Flaum durchscheinen. „Perle“ wird, wie ihr Vater, vermutlich einmal schneeweiß werden.
Darauf lassen auch die weißen Ringe um die Augen und um die Nase schließen, die ein wenig so aussehen, als ob den Kopf in einen Sack voll Mehl gesteckt hätte. Inzwischen ist Tierpflegerin Silke endlich da. „Perle“ hat es gar nicht so sehr aufs Futter - einen Hafer-Kraftfutter-Mix - abgesehen. Wenn sie hungrig ist, gibt‘s bei Mama die nährreiche Milch. Nein, das struppige Pony wartet auf seine Kuscheleinheit und gibt Silke das durch einen Stupser mit der weichen Schnauze deutlich zu verstehen.
„Perle“ ist ein Tigerschecken-Pony, das vor ein Paar Wochen im Wildpark Lüneburger Heide als eines der ersten Tierbabys in diesem Jahr zur Welt gekommen ist. Tigerschecken sind eine Farbvariante des Schimmels, bei der auf weißer Grundfarbe unterschiedlich große, farbige Flecken auftauchen. Die Scheckung ist ein seltenes genetisches Merkmal, das von Generation zu Generation mal mehr, mal weniger deutlich ausgeprägt ist.
„Perles“ Eltern sind nahezu komplett einfarbig, ihre Großmutter und die Uroma dagegen haben die typischen kleinen runden schwarzen Flecken auf dem weißen Fell. Eine eigene Pferderasse namens Tigerschecke gibt es nicht. Die kleinen Ponys mit der seltenen Färbung, so wie sie im Wildpark zu sehen sind, wurden vor allem aus Shetland-Ponys durch eine Einkreuzung anderer Rassen, z.B. tigergescheckter Appaloosas, gezu¨chtet. „Perle“ und ihre Eltern sind wie die Shetland Ponys zäh und kräftig. Ihre größeren Artgenossen werden in Deutschland meist als Reitpony geschätzt.
Südamerikanischer Raubfisch mit erstaunlichen Eigenschaften zieht ins Reptilium ein
Der Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf feiert eine kleine Premiere: Erstmals in der u¨ber 40-jährigen Geschichte des Parks werden dort Fische präsentiert. Im Reptilium sind ab sofort Piranhas zu sehen.
Den südamerikanischen Raubfischen eilt der Mythos vom blutrünstigen Unterwasser-Jäger voraus, der im Blutrausch sogar Menschen töten soll. Was ist Legende und was die Wahrheit? „In der Tat haben die Tiere scharfe, nach hinten gerichtete Zähne, mit denen Sie aus ihrer Beute Stücke herausreißen - ähnlich wie die Haie es tun“, sagt Tierpfleger Patrick Elsner. „Es soll auch schon vorgekommen sein, dass Menschen von Piranhas gebissen worden sind.“
Einen Beleg dafür, dass die Raubfische jemals einen Menschen angegriffen und getötet haben, gebe es aber nicht. Ihre bevorzugte Nahrung sind Krustentiere und vor allem kranke und schwache Fische sowie Aas. In ihren heimischen Gewässern im Amazonasbecken, im Orinoco und den Flüssen Guyanas werden die Piranhas als „Gesundheitspolizei“ geschätzt. Bei den jährlich wiederkehrenden Springfluten ertrinken dort viele Tiere und werden in die Gewässer gespült. Piranhas fressen die Tierkadaver und helfen somit, Seuchen zu verhindern. Bei manchen Ureinwohnern stehen sie als Speisefisch hoch im Kurs.
Die Raubfische jagen meist im Schwarm und mitunter verfallen die Piranhas in einen regelrechten Fressrausch. „Dann kommt es vor, dass die Fische sich gegenseitig verletzen“, erläutert Patrick Elsner. „Für diesen Fall hat die Natur sie mit einer nützlichen Eigenschaft : Piranhas haben eine außergewöhnlich schnelle Wundheilung. Verletzte Schwanz- und Rückenflossen regenerieren innerhalb kürzester Zeit.“
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