Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM
Museumsplatz, D-74889 Sinsheim
www.technik-museum.de
Tel.: 07261 / 9299-0
Bis voraussichtlich Ende März 2012 zeigt das Auto & Technik Museum Sinsheim ab sofort die Sonderausstellung „Giganten aus Stahl“ mit Skulpturen, die aus Altmetall bzw. gebrauchten Auto-, Motorrad- und LKW-Teilen geformt wurden.
Die Figuren zeigen die unterschiedlichsten Motive wie Automobile und Motorräder sowie Film- und Fantasyfiguren. Betrachtet man die beeindruckenden Kunstwerke genauer erkennt man, dass jedes von ihnen aus Tausenden gebrauchten Fahrzeugteilen wie Federn, Schrauben und Blechplatten besteht, die in detaillierter Handarbeit kunstvoll zu einem weltweit einmaligen Einzelstück neu kombiniert wurden. Jede der Figuren ist ein außergewöhnliches und konkurrenzloses Kunstwerk, entstanden aus Fantasie und hohem handwerklichem Können.
Geschaffen wurden die Skulpturen nicht von Künstlern im herkömmlichen Sinn sondern von einer Gruppe von acht Enthusiasten aus handwerklichen Berufen die in dieser Tätigkeit eine Möglichkeit gefunden haben, Altmetall-Recycling neu zu definieren. Gerade wegen des Aspektes der Wiederverwertung von gebrauchten Fahrzeugteilen kommen die Skulpturen bei Jung und Alt sehr gut an.
Geleitet wird die Gruppe von Armin Ciesielski, von dem auch die meisten der künstlerischen Ideen stammen. Bei einer Automobilmesse wurde Museumsleiter Hermann Layher auf die Arbeiten von Ciesielski und seinem Team aufmerksam und war auf Anhieb so begeistert von der künstlerischen und handwerklichen Qualität der Figuren, dass er die Macher dazu einlud, eine kleine Sonderausstellung mit ausgewählten Werken im Auto & Technik Museum Sinsheim zu gestalten.
Armin Ciesielski nahm die Einladung nicht nur begeistert an sondern ließ es sich auch nicht nehmen die Exponate persönlich ins Museum zu bringen und dort aufzubauen.
Alle in der Ausstellung gezeigten Skulpturen können käuflich erworben werden. Daneben besteht auch die Möglichkeit, bei Armin Ciesielski ein individuelles Werk nach persönlichen Vorgaben fertigen zu lassen. Informationen hierzu gibt es auf der Internetseite von Armin Ciesielski www.giganten-aus-stahl.de Die Ausstellung kann während der normalen Öffnungszeit des Museums täglich zwischen 9 und 18 Uhr besichtigt werden.
Die Sonderausstellung „125 Jahre Automobil“ dokumentiert an Hand ausgewählter Exponate die Entwicklung des Personenautos vom berühmten Dreirad von Carl Benz, dem ersten Auto der Welt, bis zu den Modellen der Neuzeit. Ein Höhepunkt dieser Ausstellung ist ein naturgetreuer Nachbau des „Mondautos“ Lunar Roving Vehicle, mit dem die automobile Revolution 1971 sogar den Mond erreichte.
Die Sonderausstellung „Rennboote aus 6 Jahrzehnten“ präsentiert neben Rennbooten und Rennbootmotoren von den 1950er Jahren bis heute auch viel Wissenswertes über die Geschichte und die Gegenwart des Motorbootrennsports in Deutschland.
Autos waren schon immer Statussymbole und besonders im gehobenen Preissegment war und ist das Image des Herstellers mindestens ebenso entscheidend für den Erfolg einer Marke wie die technische Qualität der Fahrzeuge. Nach außen sichtbar wird der Hersteller durch die Kühlerfiguren und Markenembleme, die auf der Motorhaube oder dem Kühler angebracht werden. Die Sonderausstellung „Kunstwerke in Chrom“ gibt einen faszinierenden Einblick in die Symbolik der Automobil-Markenzeichen und zeigt den Einfluss des Zeitgeists auf die künstlerische Gestaltung.
Legendärer Auto Union Grand-Prix-Rennwagen zu Gast
im Auto & Technik Museum Sinsheim
Sinsheim. Ab sofort kann im Auto & Technik Museum Sinsheim eine besondere Rarität deutscher Rennsportgeschichte bewundert werden: ein originalgetreuer Nachbau eines Auto Union Grand-Prix-Rennwagens Typ C Baujahr 1936.

Der Auto Union Typ C war 1936 der erfolgreichste deutsche Grand-Prix-Rennwagen. Er gewann drei von fünf Großen Preisen, die Hälfte der Rundstreckenrennen und alle Bergrennen, an denen sich die Auto Union beteiligte. Insgesamt nahmen die Wagen mit den vier Ringen während der Zeit der 750-kg-Formel an 59 Wettbewerben teil. 33 davon haben sie gewonnen. Rennsportlegenden wie Hans Stuck, Bernd Rosemeyer, Achille Varzi, Ernst von Delius, Hermann Paul Müller und Rudolf Hasse eilten mit dem Typ C von Sieg zu Sieg.
Der Typ C wurde von keinem geringeren als Ferdinand Porsche entwickelt. Er war die dritte Entwicklungsstufe des 750-kg- Rennwagens, mit dem Auto Union u.a. bei den Grand-Prix-Rennen antrat. Die 750-kg-Formel war zwischen 1934 und 1937 für Grand-Prix-Rennwagen verbindlich. Nach diesem Reglement mussten die Rennwagen einsitzig sein (Monoposto) und durften ohne Treibstoff, Öl, Kühlmittel und Reifen maximal 750 kg wiegen.
Das wichtigste Konstruktionsmerkmal des Auto Union Rennwagens war der zwischen Fahrer und Hinterachse angeordnete 16-Zylinder-V-Motor. Der Motor wurde von einem Roots-Kompressor aufgeladen und erreichte beim Typ C die sagenhafte Leistung von 520 PS. Wie bei den Mercedes-Rennwagen der damaligen Zeit bestand die Karosserie des Typ C ebenfalls aus poliertem Aluminiumblech, weswegen diese Wagen damals den Beinamen „Silberpfeil“ erhielten.
Gebaut wurden die Wagen von der Auto Union Rennsportabteilung im ehemaligen Horch Werk in Zwickau. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind alle in Zwickau verbliebenen Rennwagen der Auto Union an die damalige Sowjetunion abgeliefert worden.
Ihr Verbleib ist seitdem ungewiss. Um die Erinnerung an diese Höchstleistungen in der Kraftfahrzeugtechnik zu bewahren, hat die AUDI AG einen Rennwagen des Typs C mit der Monoposto-Karosserie in der Werkstatt von Crosthwaite & Gardiner, England, nachbauen lassen. Diese Replika wurde 1998 fertiggestellt und gehört seither zur Historischen Sammlung der AUDI AG. Bis voraussichtlich November 2011 kann dieser Wagen jetzt im Auto & Technik Museum Sinsheim in Augenschein genommen werden
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